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Da ist es wieder - dieses Loch. Dieses tiefe schwarze Loch. Dieses Loch ohne Boden. Kalte gähnende Leere zieht mich hinein. Durchdringt mich und läßt mich fallen. In eine kalte gähnende leere Dunkelheit.
Erschreckende Leere auch im Kopf. Alles hohl irgendwie. Nur ein dumpfes Gefühl. Beklemmend. Ängstigend. Undefinierbar...
Leise pochend schiebt sich ein Gedanke hinter die in Falten gelegte Stirn. Den schweren Kopf in die kalten Hände gelegt, die Augen geschlossen. Der Gedanke nimmt immer mehr Gestalt an. Er gefällt mir nicht. Unwillig versuche ich ihn abzuschütteln. Doch bringe ich kaum mehr zu Stande als ein träges Kopfschütteln. Noch immer schwer das Gesicht in den Handflächen vergraben. Geh doch einfach wieder. Laß mich in Ruhe. Ich mag nicht denken. Nicht daran. Nicht jetzt.
Ich weiß, Du verfolgst mich nun schon seit geraumer Zeit. Ich weiß, daß ich Dich zu Ende denken muß. Aber mir gefällt nicht, was dabei herauskommen würde. Nein, du gefällst mir ganz und gar nicht. Geh einfach. Verschwinde in der Versenkung. Geh dorthin, wohin ich alle unliebsamen Gedanken schicke. Versteck Dich irgendwo dort im Dunkeln und laß mich in Frieden.
Hartnäckig verkrallt sich der Gedanke hinter der Stirne. Ein leichtes Beben in den Mundwinkeln, das Herz wiegt schwer in der Brust. Ein wehmütiges Seufzen entkommt den Lippen. Eine salzige Perle verliert den Halt und sucht sich ihren Weg über den sanft gewölbten Wangenknochen, hin zum zitternden Kinn. Tropft sacht auf mein Knie und verläuft sich im Stoff der Jeans. Ein schwaches "Geh doch endlich"...
Er hat mich. Hat mich wieder fest im Griff. War es doch nur ein halbherziger Kampf, den Gedanken zu verdrängen. Nur ein widerwilliges Wehren gegen die aufkommende Verwirrtheit. Die Traurigkeit, die Verzweiflung.
Ich würde schreien wollen, doch kein Laut kommt über die zusammengepressten Lippen. Ich würde es in die Welt hinausschreien wollen. Doch würde es niemand hören wollen. Nein, schweig, Gedanke. Verhalte Dich ruhig. Es geht niemanden etwas an. Es interessiert niemanden. Wenn mein Schweigen nicht verstanden wird, wie sollten meine Worte verstanden werden können? Es ist doch offensichtlich, nicht? Siehst Du nicht meine fragenden Blicke? Hörst Du nicht, was ich Dir stumm entgegen schreie? Spürst Du es nicht, wenn ich mich an Dich lehne? Wenn meine Hand die Deine sucht? Fühlst Du es nicht, wenn ich mit zitternden Fingern Dein Gesicht streife? Nein? Ich weiß... Es ist alles nur nebelhafter Schein. Eine Traumwelt, die ich mir aus unhaltbaren Wünschen gebaut habe. Eine Illusion, die ich mir selbst vorspiegle. Glück, welches ich mir einrede, um Schmerz und Hoffnungslosigkeit auszublenden. Selbsttäuschung auf höchstem Niveau. Bin ich doch nicht mehr als eine Traumtänzerin. Der Wirklichkeit entrückt balanciere ich auf einem unsichtbaren Seil, hoch im mit Wasserfarben gemalten Himmel. Naiv tänzel ich mit meiner Seele über dem Abgrund. Glaube dieses oder jenes zu sehen. Blind für die Realität wärme ich mich frierend im künstlichen Sonnenstrahl...
Doch dann taucht dieser Gedanke auf, meine schillernden Seifenblasen zerspringen, meine kleine Scheinwelt zersplittert in tausende scharfe Scherben, über mich stürzt eine Sintflut von Wasserfarben und vermischt sich zu einem schmutzigen kalten Grau. Woran soll ich mich halten, wenn hier doch niemand ist? Woran soll ich jetzt glauben, wenn ich doch eigentlich alldessen müde bin? Was soll ich denn hoffen, wenn ich selbst meine Träume nicht halten kann?
Ich weiß, es war alles nur Schein. Scheinbares Glücklichsein, wenn auch nur für einen Moment. Ich weiß, Du siehst mich nicht. Du hörst mich nicht. Spürst mich nicht. Fühlst mich nicht. Ich weiß es ja! Ja, ich weiß es doch! Bist Du nun zufrieden? Hast Du mir jetzt genug weh getan? Verschwinde endlich! Verschwinde im Dunkel meines Herzens, verschließ Dich dort mit den anderen unerträglichen Gedanken und laß mich einfach in Ruhe! Laß mir doch meine Scheinwelten...
Ich bitte Dich, beende dies alles. Sag mir, dass ich nicht nur in leeren Traumgebilden wandle. Sag mir, dass Du mich nicht willst. Nimm mich in den Arm und sag mir, dass Du mich hälst. Tu mir weh, dass ich Dich nicht denken, nicht träumen kann. Aber bitte sag etwas, dass alldies ein Ende finden kann. Ich bitte Dich.
Erschreckende Leere auch im Kopf. Alles hohl irgendwie. Nur ein dumpfes Gefühl. Beklemmend. Ängstigend. Undefinierbar...
Leise pochend schiebt sich ein Gedanke hinter die in Falten gelegte Stirn. Den schweren Kopf in die kalten Hände gelegt, die Augen geschlossen. Der Gedanke nimmt immer mehr Gestalt an. Er gefällt mir nicht. Unwillig versuche ich ihn abzuschütteln. Doch bringe ich kaum mehr zu Stande als ein träges Kopfschütteln. Noch immer schwer das Gesicht in den Handflächen vergraben. Geh doch einfach wieder. Laß mich in Ruhe. Ich mag nicht denken. Nicht daran. Nicht jetzt.
Ich weiß, Du verfolgst mich nun schon seit geraumer Zeit. Ich weiß, daß ich Dich zu Ende denken muß. Aber mir gefällt nicht, was dabei herauskommen würde. Nein, du gefällst mir ganz und gar nicht. Geh einfach. Verschwinde in der Versenkung. Geh dorthin, wohin ich alle unliebsamen Gedanken schicke. Versteck Dich irgendwo dort im Dunkeln und laß mich in Frieden.
Hartnäckig verkrallt sich der Gedanke hinter der Stirne. Ein leichtes Beben in den Mundwinkeln, das Herz wiegt schwer in der Brust. Ein wehmütiges Seufzen entkommt den Lippen. Eine salzige Perle verliert den Halt und sucht sich ihren Weg über den sanft gewölbten Wangenknochen, hin zum zitternden Kinn. Tropft sacht auf mein Knie und verläuft sich im Stoff der Jeans. Ein schwaches "Geh doch endlich"...
Er hat mich. Hat mich wieder fest im Griff. War es doch nur ein halbherziger Kampf, den Gedanken zu verdrängen. Nur ein widerwilliges Wehren gegen die aufkommende Verwirrtheit. Die Traurigkeit, die Verzweiflung.
Ich würde schreien wollen, doch kein Laut kommt über die zusammengepressten Lippen. Ich würde es in die Welt hinausschreien wollen. Doch würde es niemand hören wollen. Nein, schweig, Gedanke. Verhalte Dich ruhig. Es geht niemanden etwas an. Es interessiert niemanden. Wenn mein Schweigen nicht verstanden wird, wie sollten meine Worte verstanden werden können? Es ist doch offensichtlich, nicht? Siehst Du nicht meine fragenden Blicke? Hörst Du nicht, was ich Dir stumm entgegen schreie? Spürst Du es nicht, wenn ich mich an Dich lehne? Wenn meine Hand die Deine sucht? Fühlst Du es nicht, wenn ich mit zitternden Fingern Dein Gesicht streife? Nein? Ich weiß... Es ist alles nur nebelhafter Schein. Eine Traumwelt, die ich mir aus unhaltbaren Wünschen gebaut habe. Eine Illusion, die ich mir selbst vorspiegle. Glück, welches ich mir einrede, um Schmerz und Hoffnungslosigkeit auszublenden. Selbsttäuschung auf höchstem Niveau. Bin ich doch nicht mehr als eine Traumtänzerin. Der Wirklichkeit entrückt balanciere ich auf einem unsichtbaren Seil, hoch im mit Wasserfarben gemalten Himmel. Naiv tänzel ich mit meiner Seele über dem Abgrund. Glaube dieses oder jenes zu sehen. Blind für die Realität wärme ich mich frierend im künstlichen Sonnenstrahl...
Doch dann taucht dieser Gedanke auf, meine schillernden Seifenblasen zerspringen, meine kleine Scheinwelt zersplittert in tausende scharfe Scherben, über mich stürzt eine Sintflut von Wasserfarben und vermischt sich zu einem schmutzigen kalten Grau. Woran soll ich mich halten, wenn hier doch niemand ist? Woran soll ich jetzt glauben, wenn ich doch eigentlich alldessen müde bin? Was soll ich denn hoffen, wenn ich selbst meine Träume nicht halten kann?
Ich weiß, es war alles nur Schein. Scheinbares Glücklichsein, wenn auch nur für einen Moment. Ich weiß, Du siehst mich nicht. Du hörst mich nicht. Spürst mich nicht. Fühlst mich nicht. Ich weiß es ja! Ja, ich weiß es doch! Bist Du nun zufrieden? Hast Du mir jetzt genug weh getan? Verschwinde endlich! Verschwinde im Dunkel meines Herzens, verschließ Dich dort mit den anderen unerträglichen Gedanken und laß mich einfach in Ruhe! Laß mir doch meine Scheinwelten...
Ich bitte Dich, beende dies alles. Sag mir, dass ich nicht nur in leeren Traumgebilden wandle. Sag mir, dass Du mich nicht willst. Nimm mich in den Arm und sag mir, dass Du mich hälst. Tu mir weh, dass ich Dich nicht denken, nicht träumen kann. Aber bitte sag etwas, dass alldies ein Ende finden kann. Ich bitte Dich.
Deprivation - 2006/11/27 00:50