Samstag, 27. Mai 2006

...

blind meine augen
taub meine ohren
stumm meine lippen
gelähmt mein rückgrat
kalt meine haut
hoffnungslos meine gedanken
geknebelt mein herz
gefesselt meine seele

doch dich sehe höre ich
dir erzähle ich von mir
dich trage wärme ich
für dich bete ich
für dich fühle ich
für dich - für dich kann ich auch fliegen

Schandmaul

Ein Stück Regenbogen

Ich kam des Wegs und seh' Dich sitzen,
dort wo Du schon ewig sitzt
und wo Du auch noch sitzen wirst, wenn ich
schon lange nicht mehr da bin.

Deine Augen schaun'n mich müde an,
völlig ausgelaugt und leer.
Bist ausrangiert schon viel zu lang,
kein Funken Glut, kein bisschen Feuer mehr.

Der Anblick macht mich traurig,
weil ich weiß, dass das nicht Du bist.
Warum lässt Du Dich fallen,
ich weiß doch was noch da ist...

Hier nimm meine Hand,
ich nehm' Dich ein Stück mit,
den Weg den Du mich jahrelang geführt hast.
Bleib hier nicht sitzen - Du erfrierst!
Es geht nicht ohne Dich:
Die Suche nach dem Ende des Regenbogens,
ein Stück vom Ende des Regenbogens -
für uns zwei.

Bist voraus geschritten Tag für Tag,
ich kam kaum hinterdrein.
Ein leuchtend Punkt am Horizont,
das Leuchtfeuer, die Sonne die mir scheint.

Der Wind hat oft gedreht,
der Regen den Zweifel noch geschürt,
doch war es niemals wirklich Angst,
ich wusste da vorne ist jemand der mich führt.

Doch habe ich Dich jetzt eingeholt,
weit vor Deiner Zeit.
Wenn es nicht alleine geht,
dann halt den Rest des Wegs zu Zweit...

Hier nimm meine Hand,
ich nehm' Dich ein Stück mit,
den Weg den Du mich jahrelang geführt hast.
Bleib hier nicht sitzen - Du erfrierst!
Es geht nicht ohne Dich:
Die Suche nach dem Ende des Regenbogens,
ein Stück vom Ende des Regenbogens -
Es ist nicht mehr weit

Matthias Claudius

Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel und dringt durch alles sich; Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel und schlägt sie ewiglich.

J. W. von Goethe

ach, wie bist du mir,
wie bin ich dir geblieben!
nein, an der wahrheit
verzweifl' ich nicht mehr,
Ach, wenn du da bist,
fühl' ich, ich soll dich nicht lieben,
ach, wenn du so fern bist,
fühl' ich, ich lieb' dich so sehr.

Paul Fleming

die sonne scheint für mich nicht helle,
mich kühlt die glut, mich brennt das eis.
ich weiß und weiß nicht, was ich weiß.
die nacht tritt an des tages stelle.
jetzt bin ich dort, jetzt da, jetzt hier.
ich folg' und fliehe selbst vor mir.

wie wird mir's doch noch endlich gehen?
ich wohne nunmehr nicht in mir.
mein schein nur ist es, den ihr hier
in meinem bilde sehet stehen.
ich bin nun nicht mehr selber ich.
ach liebe, wozu bringst du mich!

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Wie weit bin ich noch entfernt? Habe ich noch die Möglichkeit...
Deprivation - 2007/05/16 15:46
hallo
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Igelborste - 2007/01/23 10:29
das ist ...
ja was? verbundenheitsgruß einer lächelnden hülle.
elsa_fin - 2007/01/05 15:01
Ich habe das wunderschöne...
Ich habe das wunderschöne Zitat in einem Kommentar...
steppenhund - 2007/01/05 14:52
ausgebrannt. nervlich...
ausgebrannt. nervlich am ende. weiß nicht, was ich...
Deprivation - 2007/01/05 14:26

Mein Lesestoff


Terry Pratchett, Andreas Brandhorst
Die Magie der Scheibenwelt


Jeffrey Eugenides, Mechtild Sandberg-Ciletti, Eike Schönfeld, Mechthild Sandberg- Ciletti
Die Selbstmord-Schwestern.



Mary Higgins Clark, Mary Higgins Clark
Daß Du ewig denkst an mich.

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Zuletzt aktualisiert: 2007/05/16 15:46